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Haustiere für Senioren

Haustiere können für Seniorinnen und Senioren ideale Mitbewohner und Begleiter werden. In der Gruppe der Senioren tummeln sich eine Vielzahl verschiedener Menschentypen höheren Alters: Personen in der Endphase ihrer Berufstätigkeit, Renten-Einsteiger, Omas und Opas, Uromas und Uropas, Menschen höheren Alters, die sich noch jung und fit fühlen aber auch ältere Menschen, die mit der einen oder anderen Schwäche bzw. Alterskrankheit zu tun haben.

Wie für jede andere Lebensphase auch, kann man für Senioren nicht pauschal das am meisten geeignete Haustier bestimmen. Der Wunsch nach einem Tier ist grundsätzlich vom Alter unabhängig und eher durch individuelle Erlebnisse, Vorlieben und Erfahrungen geprägt. Trotzdem wollen wir einige Aspekte aufführen, die für ältere Menschen bei der Haustierhaltung vermehrt von Bedeutung sind.
   

Senioren und Haustiere

Gerade in der fortgeschrittenen Lebensphase, wenn die Kinder erwachsen geworden sind, das Berufsleben hinter einem liegt und die eine oder andere Bezugsperson nicht mehr lebendig anwesend ist, können Haustiere das Gefühl der Einsamkeit verhindern oder zumindest mindern. Haustiere bringen Gesellschaft, wecken Lebensfreude und vermitteln das Gefühl gebraucht zu werden. Haustierhaltung fördert die Strukturierung des Tagesablaufs bei älteren Menschen, bringt aber gleichzeitig eine Menge Abwechslung und Gesprächsstoff in den Alltag.

Füttern, Pflegen, Streicheln, sauber machen... da ist schon eine Menge zu tun! Für ältere Menschen, die Tiere mögen, viel Zeit und wenig Pflichten haben, ist Haustierhaltung die ideale Freizeitbeschäftigung.

Fit im Alter durch Haustiere

Je nach Art der Haustiere können Sie sich durch Beschäftigung mit Ihrem Tier geistig und / oder körperlich fit halten. Ausgiebige Spaziergänge mit einem Hund, Fang- oder Versteckspiele mit einer Katze, Sprechübungen mit Vögeln oder das Zählen von Jungfischen im Aquarium sind nur einige Beispiele.

Vielleicht wissen Sie schon genau, welches Haustier am besten zu Ihnen und Ihrer derzeitigen körperlichen und geistigen Fitness passt? Vor der Anschaffung ist es wichtig, sich über die Bedürfnisse der gewünschten Tierart zu informieren. Sind Sie diesbezüglich noch unsicher, helfen Ihnen vielleicht unsere Checklisten zu den Themen "Haustier ja oder nein?" und "Welches Haustier soll es sein?". Gerne beantworten wir Ihre Fragen aber auch per E-Mail.

Haustiere für Senioren

Hunde: Hunde brauchen regelmäßig Futter, frisches Wasser sowie mehrmals täglich Auslauf. Durch das tägliche Gassi gehen, fördern Sie auch Ihre eigene körperliche Fitness und tun dadurch aktiv etwas für Ihre Gesundheit. Wenn Sie gerne einen Hund halten möchten, informieren Sie sich vorab über die Eigenheiten der unterschiedlichen Rassen. Nehmen Sie zusätzlich Kontakt mit Tierheimen, Züchtern oder Menschen auf, die einen Hund abzugeben haben. Besprechen Sie realistisch, ob die Bedürfnisse des Hundes durch Ihre Möglichkeiten für artgerechte Haltung und Pflege abgedeckt werden können. Bedenken Sie auch, dass nicht jeder Vermieter oder Seniorenheimbetreiber eine Erlaubnis für Hundehaltung erteilt. Haben Sie vor, viel zu reisen, ohne den Hund mitnehmen zu wollen oder stehen längere Kur- oder Krankenhausaufenthalte an, dann empfiehlt es sich, lieber auf die Anschaffung eines Hundes zu verzichten.

Katzen: Katzen benötigen regelmäßig Futter, frisches Wasser, Streicheleinheiten, Spielmöglichkeiten und weitere Pflege. Sie können sich zwischendurch auch gut alleine beschäftigen, brauchen aber regelmäßige Ansprache. Gerade für ältere Menschen empfiehlt es sich, ein bereits erwachsenes Tier zu sich zu nehmen. Informieren Sie sich in Tierheimen, Tierhilfeverbänden, bei Züchtern oder Privatpersonen, die eine Katze abzugeben haben, über die spezifischen Eigenheiten und Bedürfnisse der abzugebenden Katze. Besprechen Sie realistisch, ob Sie eine artgerechte Haltung und Pflege gewährleisten können. Bedenken Sie auch, dass nicht jeder Vermieter oder Seniorenheimbetreiber eine Erlaubnis für Katzenhaltung erteilt. Wollen Sie viel reisen oder stehen häufigere Kur- oder Krankenhausaufenthalte an, dann empfiehlt es sich, lieber auf die Anschaffung einer Katze zu verzichten.

Kaninchen: Kaninchen pflegen Sie am besten mindestens zu zweit oder in einer kleinen Gruppe. Kaninchen benötigen täglich ein bis mehrere Stunden Auslauf in kabelgesicherter Umgebung und eine saubere Behausung. Wollen Sie die Kaninchen in der Wohnung halten, schaffen Sie unbedingt einen großen Käfig an, der den Kaninchen erlaubt, darin rumzuhoppeln und Männchen zu machen. Ein bis zweimal täglich sollten die Tiere frisches Futter, Heu und Wasser bekommen. Kaninchen können bei artgerechter Haltung tagsüber gut alleine auskommen. Kaninchen können sehr menschenbezogen sein, eine Garantie dafür gibt es aber nicht. Bedenken Sie auch, dass die Tiere die meiste Zeit voraussichtlich im Käfig oder Gehege verbringen werden.

Meerschweinchen: Meerschweinchen fühlen sich zu zweit oder zu mehreren am wohlsten und benötigen ein bis zwei mal täglich frisches Futter, Heu und Wasser. Freilauf in der Wohnung oder im Gehege sollte täglich möglich sein, dreckige Einstreu sollte täglich ausgetauscht werden. Meerschweinchen können tagsüber gut alleine auskommen. Sie können sehr zahm werden und ihren Menschen quietschend begrüßen. Bedenken Sie, dass die Tiere die meiste Zeit voraussichtlich im Käfig verbringen werden und in der Kommunikation zum Menschen nicht mit Katzen oder Hunden vergleichbar sind. Eine Haltung in der Wohnung oder in tierfreundlichen Seniorenwohnheimen ist dafür meistens problemlos möglich.

Wellensittiche: Wellensittiche sollten zu mehreren gehalten werden und brauchen regelmäßige Ansprache. Ihr Gezwitscher verbreitet gute Stimmung und manche Vögel lernen sogar sprechen. Tägliche sind Fütterung, Gabe von frischem Wasser und Freiflug nötig. Trotz Freiflugmöglichkeiten, werden die Tiere die meiste Zeit jedoch voraussichtlich im Käfig verbringen. Auch sind Vögel keine Kuscheltiere. Eine Haltung in der Wohnung oder in tierfreundlichen Seniorenwohnheimen ist meistens problemlos möglich.

Fische: Fische bieten keine Kuschelmöglichkeiten und werden auch nicht wirklich intensiv mit ihrem Pfleger kommunizieren. Aquarien sind dafür schön anzusehen und wirken beruhigend. Fische benötigen täglich Futter und regelmäßigen Teilwasserwechsel alle paar Wochen. Größere Aquarien sind bezogen auf die Wasserwerte leichter stabil zu halten als kleinere, benötigen aber mehr Platz und unbedingt einen tragfähigen Unterschrank. Eine Urlaubsreise, ein Kur- oder Krankenhausaufenthalt ist kein Problem, da die tägliche Lichtdauer über einen Timer und die Fütterung mit einem Futterautomaten gesteuert werden kann.

Haustiere als Menschen-Partner-Ersatz?

Natürlich können Haustiere isolierten älteren Menschen nicht gänzlich menschliche Nähe, Kinder im Haus oder einen verlorengegangenen Partner ersetzen. Wie in anderen Lebensphasen auch, können Haustiere aber sehr wohl Trost in schwierigen Situationen oder schweren Zeiten spenden und die psychische Befindlichkeit von älteren Menschen positiv beeinflussen.

Wichtig aus Fairness den Tieren gegenüber ist die Sicherstellung artgerechter Haltung. Jede (angehende) Tierhalterin und jeder (angehende) Tierhalter sollte die nötige Pflege und Versorgung für die Haustiere bieten können. In Alltagssondersituationen können vielleicht Angehörige wie Kinder und Enkelkinder oder auch Freunde und Nachbarn unterstützen.

Wollen Sie von uns mehr über Haustierhaltung und Haustiere für ältere Menschen erfahren, schreiben Sie uns Ihre konkrete Frage oder Anregung per E-Mail.
Kontakt   Anregungen oder Fragen?   Wir freuen uns über eine Nachricht!   www.miezekaninchen.de   www.berufe-mit-tieren.de
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